Viertes Semesterthema 2018: Zahn der Zeit (3)

Die Zeichen der Vergänglichkeit berühren uns besonders dann, wenn von der langsamen Auflösung etwas betroffen ist, das einstmals sehr schön oder sehr nützlich war. Die Dinge verlieren ihre Funktion, und verweisen in melancholischem Gleichmut auf bessere Tage. Gleichzeitig befreien sie sich von allen Zwängen, denen sie vielleicht einmal unterworfen waren – ein Spiel nur mehr im Lauf der Zeiten.

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Viertes Semesterthema 2018: Zahn der Zeit (2)

Die desaströsen Bilder des Verfalls und der Zerstörung verdrängen wir meist aus unserem Blickfeld – vielleicht um unseren Glauben an eine heile Welt nicht zu irritieren? Und doch verfolgen wir dann auch wieder neugierigen Auges kleinere und größere Katastrophenmeldungen. Woran mag es liegen, dass die Darstellungen des Untergangs gleichermaßen abstoßend wie anziehend wirken können (letzteres zumindest, wenn wir nicht persönlich betroffen sind)?

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Viertes Semesterthema 2018: Zahn der Zeit (1)

Sogenannte „Lost Places“ haben unter Fotografinnen und Fotografen nun schon seit geraumer Zeit Hochkonjunktur. Das Verfallene, Morbide, Erodierte bietet einen eigenen ästhetischen Reiz, der nicht zuletzt im Staunen über die Verwandlungen des Vergänglichen begründet liegt. Freilich konzentriert sich unser aktuelles Thema nicht allein auf Ruinen oder abbruchreife Bauten. Phasen des Auflösens oder Zersetzens lassen sich beinahe überall beobachten.

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Drittes Semesterthema 2018: High Key (3)

Oft ist es hilfreich, eine Sache aus seinem Gegenteil heraus zu begreifen: Wenn bei Low Key Aufnahmen dunkle Töne das Bild dominieren, macht uns das klar, wie sehr High Key durchwegs die Tendenz zu großer Helligkeit bedeutet. Effekte der Überbelichtung können dabei hilfreich sein. Noch etwas überzeugender wirkt es meist, wenn schon die bloße Aufnahmesituation eines Motivs in die richtige Richtung weist, diese sich also tatsächlich diametral zu einem düsteren Sujet verhält.

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Drittes Semesterthema 2018: High Key (2)

Freilich lassen sich in einem guten Fotobearbeitungsprogramm so manche Korrekturen vornehmen, um bei einem Bild die passende Ausdrucksvariante zu verstärken. Wenn das auf der Grundlage einer gelungenen Aufnahme gemacht wird, steht einem zum vorgegebenen Thema kongenialen Ergebnis nichts mehr im Weg. Ausgenommen vielleicht die Frage, wie ich das Thema überhaupt interpretiere.

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Drittes Semesterthema 2018: High Key (1)

Um bestimmte Szenen zu charakterisieren verwendet man bei Filmaufnahmen gerne ein von oben strahlendes, weiches Licht, genannt high key. Der Begriff wurde (modifiziert) zu einer Stilrichtung in der Fotografie: Helle Objekte vor hellem Hintergrund, bei sanften Kontrasten, ergeben im Histogramm eine typische Akzentuierung im Bereich der weißen Töne.

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