Viertes Semesterthema 2018: Zahn der Zeit (6)

Der letzte Teil eines überaus ergiebigen Themas. Die große Vielfalt an Motiven und Bildgestaltungsvariationen war erfreulich. Infolge der Bandbreite der Interpretationsmöglichkeiten verliefen die inhaltlichen Diskussionen allerdings etwas weniger rege als sonst. Noch mehr Bilder zum Thema finden sich auf unserem Flickr.

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Viertes Semesterthema 2018: Zahn der Zeit (5)

Ob schlohweiße Haare unter einem blühenden Baum, herabbröckelnder Verputz, ein beinahe blinder Spiegel, ein morscher Stamm, dessen Rinde sich auflöst, oder eine durchbrochene Mauer, raumgebend für neues Grün – überall begegnen wir den Zeugnissen der Zeit, die keinen Stillstand zulässt.

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Viertes Semesterthema 2018: Zahn der Zeit (4)

Auch wenn bei diesem Thema freilich verfallende Gebäude eine ganz besondere Rolle spielen, ist nicht zu übersehen, dass der Zahn der Zeit schließlich an Allem und Jedem nagt. Die Zeichen des Vergänglichen sind omnipräsent. Doch ruht in jedem Entschwindenden die Erinnerung an sein Werden.

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Viertes Semesterthema 2018: Zahn der Zeit (3)

Die Zeichen der Vergänglichkeit berühren uns besonders dann, wenn von der langsamen Auflösung etwas betroffen ist, das einstmals sehr schön oder sehr nützlich war. Die Dinge verlieren ihre Funktion, und verweisen in melancholischem Gleichmut auf bessere Tage. Gleichzeitig befreien sie sich von allen Zwängen, denen sie vielleicht einmal unterworfen waren – ein Spiel nur mehr im Lauf der Zeiten.

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Viertes Semesterthema 2018: Zahn der Zeit (2)

Die desaströsen Bilder des Verfalls und der Zerstörung verdrängen wir meist aus unserem Blickfeld – vielleicht um unseren Glauben an eine heile Welt nicht zu irritieren? Und doch verfolgen wir dann auch wieder neugierigen Auges kleinere und größere Katastrophenmeldungen. Woran mag es liegen, dass die Darstellungen des Untergangs gleichermaßen abstoßend wie anziehend wirken können (letzteres zumindest, wenn wir nicht persönlich betroffen sind)?

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Viertes Semesterthema 2018: Zahn der Zeit (1)

Sogenannte „Lost Places“ haben unter Fotografinnen und Fotografen nun schon seit geraumer Zeit Hochkonjunktur. Das Verfallene, Morbide, Erodierte bietet einen eigenen ästhetischen Reiz, der nicht zuletzt im Staunen über die Verwandlungen des Vergänglichen begründet liegt. Freilich konzentriert sich unser aktuelles Thema nicht allein auf Ruinen oder abbruchreife Bauten. Phasen des Auflösens oder Zersetzens lassen sich beinahe überall beobachten.

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